Durch die hohen Preise in Sri Lanka steigen die Unterhaltskosten im Chathura-Kinderheim.

 

 

Die weltweite Preissteigerung hat auch in Sri Lanka Auswirkung gezeigt.
Mittlerweile muss man dort für einen Liter Diesel 130 Rupien bezahlen (bisher 80).

1 kg Reis mittlerer Qualität kostet 65 Rupien (bisher 30)
1 kg Zucker kostet jetzt 60 Rupien (bisher 40)
1 kg Fisch kostet zwischen 280 - 300 Rupien

1 Euro = ca.150 Rupien (Stand Oktober 2008)
Wenn man bedenkt, dass das monatliche Durchschnittseinkommen für einen
5-6 Personenhaushalt bei 10 -15.000 Rupien liegt, kann man sich ausrechnen, welche Auswirkungen dieser Preisanstieg für die Menschen in Sri Lanka hat. Der Preis für Weißbrot hat sich nahezu verdreifacht auf 33 Rupien. Auch die Preise für Gemüse und Milchpulver sind jetzt sehr hoch.

Um Gas für unsere Küche zu sparen haben unsere Partner auf Holzfeuer umgestellt. Die Überdachung hinter dem Neubau bis zur Feuerstelle ist jetzt fast fertig gemauert und das Dach mit Platten gedeckt.

Wie das in Sri Lanka so üblich ist, sind die Handwerker seit geraumer Zeit nicht mehr erschienen.
Bei unserem letzten Telefonat hat mir Amarathunga gesagt, dass er die restlichen Arbeiten wohl selbst fertigstellen wird.
Es sind noch kleinere Fliesenarbeiten zu machen und der Außenanstrich fehlt auch noch.
Arbeiten am Kuechenanbau vom Chathura-Kinderheim in Sri Lanka Arbeiten am Kuechenanbau vom Chathura-Kinderheim in Sri Lanka Dacharbeiten am Kuechenanbau vom Chathura-Kinderheim in Sri Lanka
Die Duschen der Jungen im Außenbereich grenzen an das Nachbargrundstück. Direkt daneben steht eine hohe Kokospalme,deren einige Kilo schweren Früchte, wenn sie reif sind, genau dort zur Erde fallen würden.
Da der Nachbar diesen wertvollen Baum nicht fällen will, aber die Gefahr für die Kinder sehr groß ist, haben wir dort eine Dach über die Dusche zementieren lassen, das die Früchte auffängt.
neues Dach fuer die Dusche im Chathura-Kinderheim in Sri Lanka
Die hohen Preise in Sri Lanka wirken sich natürlich auch auf unsere monatlichen Unterhaltskosten aus.
Diese sind auf nahezu das Doppelte angestiegen.
Wie können wir diese Preissteigerungen auffangen, wenn immer weniger Spenden auf unserem Konto eingehen und auch die Mitgliederzahl sinkt?



Sewwandi vom Chathura-Kinderheim an ihrem ersten Schultag im Januar 2008


Seit Januar geht unsere kleine Sewwandi auch zur Schule. Endlich darf sie die Schuluniform wie die Großen tragen. Für Sewwandi haben wir auch eine Patenfamilie gefunden.




 

 

Die Kinder sind stolz auf ihre Urkunden, die sie für ihre guten Leistungen bekommen haben.
Prasanna im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die vielen Urkunden fuer gute Schulleistungen Imasha im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunde fuer gute Schulleistungen Renuka im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunden fuer gute SchulleistungenNadika im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunden fuer gute Schulleistungen Jeewan im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunden fuer gute Schulleistungen Nishanthi im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunde fuer gute Schulleistungen Dilhani im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunden fuer gute Schulleistungen Disna im Chathura-Kinderheim freut sich ueber die Urkunde fuer gute Schulleistungen Urkunde vom Weltkindertag Oktober 2007
Vor ein paar Wochen haben wir auch einige Fotos vom Zoobesuch in Colombo bekommen. Für alle Jungen und Mädchen war das eine schöne Abwechslung. Noch keines der Kinder war jemals in einem Zoo.
Die Kinder vom Chathura-Kinderheim besuchen den Dehiwala-Zoo in Colombo Die Kinder vom Chathura-Kinderheim besuchen den Dehiwala-Zoo in Colombo Die Kinder vom Chathura-Kinderheim besuchen den Dehiwala-Zoo in Colombo
Im Mai begehen die Buddhisten in Sri Lanka das Wesak-Fest. Die Kinder haben wunderschöne Wesak-Laternen gebastelt, die am Abend mit Kerzen leuchten.
selbstgebastelte Wesak-Laternen schmuecken das Chathura-Kinderheim in Sri Lanka Wesak-Laternen beleuchten bei Nacht das Chathura-Kinderheim in Sri Lanka
Im Juni haben wir ein 9-jähriges Mädchen in unserem Haus aufgenommen. Nisansala Sandamali heißt sie.
Nisansala Sandamali lebt seit Juni 2008 im Chathura-Kinderheim in Sri Lanka Das kleine Mädchen kommt aus einer zerrütteten Familie, die in einer erbärmlichen Hütte lebte. Die Eltern haben sich scheiden lassen und weder Vater noch Mutter haben sich um ihre Kinder gekümmert. Sandamali wurde mit weiteren Geschwistern in einem staatlichen Kinderheim untergebracht. Die Zustände dort müssen schrecklich gewesen sein. Wegen Überfüllung wurde uns Sandamali aus diesem Haus übergeben.Als sie zu uns kam, hatte sie nichts als das was sie gerade anhatte. Und diese Kleider waren so schmutzig, dass sie Vinitha nur noch als Putzlappen verwenden konnte. Noch nicht mal eine Schuluniform hat man ihr mitgegeben. Alles musste sie dort zurücklassen.
Wir haben neue Kleider gekauft und Vinitha hat ihr eine Schuluniform genäht.
Mit ihr zusammen betreuen wir mittlerweile 13 Kinder in Mabotuwana.

Für unsere Sandamali konnten wir bereits eine Patenschaft vermitteln. Herzlichen Dank dafür.
Lahiru mit Gipsverband im Chathura-Kinderheim in Sri Lanka
Im Juli ist unser Lahiru im Schulhof so unglücklich gefallen, dass er sich den linken Arm gebrochen hat. Zu dumm, dass er Linkshänder ist. Mit Schreiben war erst mal für einige Wochen Pause. Dafür hat er daheim intensiven Privatunterricht von Vinitha bekommen.  







Seit ein paar Wochen liefert unser Hausbrunnen nicht mehr genügend Wasser. Da es in kleineren Gemeinden in Sri Lanka kein öffentliches Wasserleitungssystem gibt, ist jede Familie auf das Wasser aus ihrem Hausbrunnen angewiesen. Zum Glück haben wir ja noch unser großes Grundstück, das einmal ein sumpfiges Reisfeld war. Hier können wir einen neuen Brunnen bohren lassen. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen. Eine Probe hat ergeben, dass das Wasser von guter Trinkwasserqualität ist.
Die Kosten für die Bohrarbeiten, die Ausschachtung und Befestigung des Brunnens, sowie die Installation einer Pumpe und die Verlegung der Wasserrohre zum Haus sind wieder unerwartete Mehrkosten für unseren Verein.

Um weitere Kosten zu sparen werden wir in den nächsten Tagen einen Gemüsegarten in der Nähe des neuen Brunnens anlegen. Da es in Sri Lanka keinen Winter gibt, können wir das ganze Jahr über frisches Gemüse und Salat für die Küche aus unserem Garten ernten. Das sumpfige ehemalige Reisfeld muss allerdings erst mit guter Gartenerde aufgefüllt werden. Damit nachts die wilden Tiere nicht unser Gemüse "abernten" müssen wir es mit einem Drahtzaun schützen. Hoffentlich sind diese Arbeiten bis Anfang Dezember abgeschlossen, damit ich als begeisterte Hobbygärtnerin bei der Bepflanzung mithelfen kann.

Ja, meine lieben Freunde, am 1. Dezember 2008 ist es wieder so weit.
Ich werde wieder unsere Kinder in Mabotuwana besuchen. Dieses Mal für mehr als zwei Monate. Selbstverständlich auf eigene Kosten. Die politische Lage in Sri Lanka hat sich immer noch nicht normalisiert und man muss immer noch jederzeit und überall mit Terroranschlägen rechnen. Deshalb kann ich es auch keinem verübeln, dem das Risiko einer Reise dorthin zu hoch ist. Ich werde also wieder meinen Weg allein antreten. Ich möchte sehen, wie unsere Kinder in unserem Heim leben und aus meiner Sicht beurteilen, was man ändern oder verbessern könnte. Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Kindern, ganz besonders auf unsere vier Neuen, die ich noch nicht kenne. Seit Juni wohnt Sandamali bei uns und vor ein paar Tagen, Anfang November, haben wir ein Geschwisterpaar im Alter von 11 und 12 Jahren sowie ein weiteres 13-jähriges Mädchen bei uns aufgenommen. Fotos habe ich leider noch nicht.
Insgesamt leben jetzt 16 Kinder bei uns.

Vieles muss noch für diese lange Reise geplant und vorbereitet werden, deshalb möchte ich Ihnen schon jetzt eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Ihre
Anneliese Woll
Kinderhilfsprojekt Galle - Sri Lanka e.V.